Spirit of Styria

DIE TOP 10 START-UPS

FINALISTEN „NEWCOMER“

Ob Künstliche Intelligenz für mobile Roboter, Hightech-Armreifen für E-Scooter-Fahrer, „Klimaretten“ mit Bakterien oder (Tief-)Kühlverpackungen aus Altpapier: Beeindruckend ist die Vielfalt der Nominierten für die besten steirischen Start-ups in der Kategorie „Newcomer“. Stimmen Sie bis 30. Dezember 2022 für Ihren Favoriten!

01 ARTI

ARTI-Gründer: Stefan Loigge, Konstantin Mautner-Lassnig, Alexander Buchegger
und Clemens Mühlbacher (v. l.)

SOFTWARE FÜR AUTONOME ROBOTER
Die autonome Navigation mobiler Roboter ist höchst komplex, vor allem in weitläufigen, unstrukturierten Gebieten ohne vordefinierte Routen. Genau das ist die Spezialdisziplin von ARTI mit Sitz in Gössendorf, das gemäß seiner Vision „Autonomy for Robots“ und dank umfassendem Wissen über Robotik, Sensordatenverarbeitung und KI modulare Software-Kits für autonome mobile Roboter entwickelt – für einen Strauß an Anwendungen, ob industrieller Warentransport, Spezialfahrzeughersteller, Anbieter von Logistiklösungen oder Hersteller von Service-Robotern wie z.B. Laderobotern für E-Autos. Der Clou beim Alumni des Science Park Graz: Die Software-Produkte (AI-Kits) sind modular aufgebaut und jedes Modul für sich fokussiert sich auf eine Teilaufgabe der autonomen Robotik-Fortbewegung (Navigation, Mapping, Lokalisierung).
13 Mitarbeiter | www.arti-robots.com

02 AUGMENTOMY

Augmentomy-Gründer: Daniel Wild, Natalie Schellnegger und Maximilian Weber (r.)

MEDIZINISCHE DATEN-VISUALISIERUNG
Die Vision des Gründerteams von Augmentomy – angesiedelt im Science Park Graz – ist eine Welt ohne vermeidbare Fehler in der Medizin durch einen neuen Standard in der medizinischen Daten-Visualisierung. Im Zentrum steht dabei eine innovative Software-Lösung, die Daten wie CT- oder MRT-Scans – derzeit nur auf 2D-Monitoren darstellbar – künftig mittels Augmented Reality (AR) auch in 3D-Modellen visualisiert. Eine Methode, die sich im klinischen Umfeld vielfach einsetzen lässt. Erste Anwendung ist AugMedEd (Augmented Medical Education) für die medizinische Lehre. Die 3D-Darstellung von Inhalten in der Anatomielehre sichert Studierenden ein besseres und schnelleres Verständnis und schafft damit einen neuen Standard im Anatomieunterricht.
3 Mitarbeiter | www.augmentomy.tech

03 DER HOF VEITL

„Der Hofveitl“-Innovator: Hans-Peter Schlegl aus Haselsdorf-Tobelbad

BÄUERLICHE 24/7-VERSORGUNG
Bäuerlich-Frisches rund um die Uhr dank moderner Technik und Sinn für smarte Vertriebswege: Ein Konzept, auf das Hans-Peter Schlegl (26) mit seinen Lebensmittelautomaten „Der Hofveitl“ setzt. Vor vier Jahren begann der Landwirt aus Haselsdorf-Tobelbad, ausgehend vom elterlichen Hof mit Fokus auf Legehennen in Boden- und Freilandhaltung, handelsübliche Automaten zu innovativen Lebensmittelautomaten umzubauen und an frequentierten Orten aufzustellen. Befüllt werden diese sowohl mit eigenen Erzeugnissen als auch Köstlichkeiten von Partnerbetrieben – darunter Eier, Milchprodukte, Fleischwaren, Säfte und Mehlspeisen. Derzeit werden zehn Standorte in und um Graz mit über 100 verschiedenen Produkten von 30 regionalen Lieferanten betrieben. Weiteres Wachstum geplant.
5 Mitarbeiter. www.meinhof-meinweg.at/at/der-hofveitl

04 ECONUTRI

Econutri-Gründer: Verena Schwab und Helmut Schwab

KLIMARETTEN MIT BAKTERIEN
Futtermittel und Lebensmittel aus CO2? Was utopisch klingt und eine Lösung für echte Welt-Probleme verspricht, ist Kern des Grazer Start-ups Econutri. Das Spin-off des Forschungszentrums Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib) entwickelte ein Verfahren, das Kohlendioxid und Wasserstoff als Rohstoffe nutzt und diese mithilfe von Bakterien in Proteine verwandelt, ehe diese zu Futtermitteln wie z.B. Fischmehl – später auch zu Lebensmitteln – weiterverarbeitetet werden können. Dazu nutzen die Gründer Verena Schwab und Vater Helmut Schwab einen hocheffizienten Gasfermentationsprozess in einem 300 Liter umfassenden Hightech-Bioreaktor. Derzeit arbeitet das Team an der Optimierung der Prozessbedingungen, um im nächsten Schritt eine Anlage im Industriemaßstab planen zu können.
5 Mitarbeiter | www.econutri.com

05 FIVSEN

FIVSEN-Gründer: René Nagl (r.) und Dominic Berner

MULTISENSORISCHE PLATTFORM
Gänzlich neue multisensorische Erlebnisse schaffen – das ist das Ziel einer spannenden Technologie von Firmengründer René Nagl, ehemaliger Innovationsmanager bei Magna International. Im Zentrum steht eine multisensorische Plattform in Form eines formschönen Device, das gezielt alle fünf Sinne anspricht und damit das Wohlbefinden verbessert. Mit einem speziell entwickelten „Smart Flacon“ wird eine personalisierte multisensorische Umgebung kreiert, eine patentierte „Safe Flame Technologie“ erlaubt eine behagliche visuelle Erfahrung – die perfekte Illusion von knisterndem Feuer. Hightech, einfache Bedienbarkeit und Top-Partner wie Verena Resch (PAM) ermöglichen die Schaffung von perfekt aufeinander abgestimmten Atmosphären aus Geruch, Klang, Licht, Gefühl und sogar Geschmack.
2 Mitarbeiter | www.fivsen.com

06 FLASHER

Flasher-Gründer: Ines Wöckl und Alexander Rech

SAFETY-GADGETS FÜR E-SCOOTER- UND RADFAHRER
Eine Erfahrung im Wiener Straßenverkehr wurde für die Betriebswirtin Ines Wöckl und den IKT-Profi Alexander Rech zum Schlüsselerlebnis: Wie Handzeichen geben am Steuer eines E-Scooters? Das Ergebnis ihrer Überlegungen mündete in Hightech-Wearables namens Flasher – ein Set an Armreifen mit gestengesteuerten Blinkern, automatischem Notbremslicht und Positionslicht, das die Verkehrssicherheit von E-Scooter- und Radfahrern erhöht und zum street-smarten Accessoire der Generation Micromobility werden könnte. Erst unlängst überzeugten sie damit auch zwei prominente Investoren bei „Die Höhle der Löwen“. Auch B2B-Modelle für Bauunternehmen und Radlieferdienste werden angeboten. Derzeit beim Hochfahren der Serienproduktion.
4 Mitarbeiter | www.flasher.tech

07 IMPROVEM

Gründer-Team: Matthias Kaltenbrunner, Martin Pernkopf und Univ.Prof. Manfred Gronalt

BESSERE ENTSCHEIDUNGEN DANK DIGITALEM ZWILLING
Ob suboptimal ausgelastete Maschinen, Stehzeiten im Materialfluss oder Unsicherheiten bei Fragen rund um die Erweiterung des Produktionsprogramms – das Zeltweger Start-up Improvem, unterstützt und gefördert vom ZAT Leoben, bietet datenbasierte Entscheidungsunterstützung für Produktion und Logistik. Sowohl bei kleinen alltäglichen Entscheidungen – wie der richtigen Materialauswahl in der Produktion oder einer geeigneten Produktionsreihenfolge – als auch bei großen Entscheidungen – wie der Errichtung einer neuen Produktionsanlage – steigert das Team von Matthias Kaltenbrunner dank innovativer Simulations- und Optimierungsmodelle mithilfe eines Digitalen Zwillings einer Produktion kundenspezifisch die Planungs- und Entscheidungssicherheit und optimiert die betrieblichen Prozesse. Erste Kundenprojekte wurden bereits umgesetzt.
www.improvem.at

08 QUICKTICKET

Quickticket-Gründer: Katharina Feiertag und Armin Dax-Sinkovits

NIE WIEDER WARTEZEITEN IN ARZTPRAXEN
Nie mehr sollen Menschen ihre wertvolle Zeit in den Warteräumen von Arztpraxen und Ambulanzen verbringen – so die Vision von Katharina Feiertag, Absolventin der Gesundheitsinformatik/e-health der FH Joanneum, sowie IT-Experten Armin Dax-Sinkovits. Gemeinsam entwickelten sie eine SaaS-Lösung, die es Patientinnen und Patienten ermöglicht, ihre individuelle Wartezeit in Echtzeit über ein Online-Ticket zu verfolgen, was das (Warte-) Zeitmanagement optimiert und die Abläufe in Arztpraxen verbessert. Unterm Strich: weniger Stress für alle Beteiligten. Aktuell hat das Start-up in Deutschland und Österreich bereits fünf zahlende Gesundheitseinrichtungen als Kunden – das Feedback trägt dazu bei, die Anwendung weiter zu optimieren.
3 Mitarbeiter | www.quickticket.io

09 ROBOTDREAMS

Gründer und CEO Ulrich Weigelt mit Partner Dimitrij Shulkin (r.)

KI-DIAGNOSE VON HERZ-KREISLAUF-ERKRANKUNGEN MIT BLUTTEST Ausgangssituation: Überfüllte Notaufnahme, Menschen mit akuten Brustschmerzen. „Die Diagnose eines akuten Koronarsyndroms (ACS) ist zeitaufwändig, ein erheblicher Teil dieser Patienten leidet tatsächlich nicht daran. Dadurch werden viele Patienten unnötigerweise ins Krankenhaus eingewiesen, während ein Teil der Myokardinfarkte bei der Entlassung aus der Notaufnahme aber übersehen wird“, betont Ulrich Weigelt, der für dieses Problem eine innovative Lösung entwickelte. RobotDreams, angesiedelt am Science Park Graz, bietet eine KI-basierte Software, die auf der Grundlage von Bluttests das Vorliegen eines ACS voraussagen kann. Dazu werden die von Hämatologie-Analysegeräten gelieferten Messwerte der weißen Blutkörperchen in wenigen Sekunden während einer ersten Routineuntersuchung (Blutabnahme) analysiert. Internationales Patent angemeldet.
3 Mitarbeiter | www.robotdreams.co

10 SUPASO

Supaso-Gründer: Georg Lackner, Fabian Gems und Mario Maier (v. l.)

ÖKO – ISOLIERVERPACKUNG AUS ALTPAPIER
Ob Lebensmittel, Babynahrung, Tierfutter oder Arzneimittel – der Versand heikler Produkte erfordert oftmals Kühl- und Tiefkühlverpackungen. Echte ökologische Lösungen waren dafür bislang Mangelware. Eine Innovation der SUPASO Gmbh, angesiedelt am Ökopark Hartberg, bringt nun coole Nachhaltigkeit in diese Nische. Georg Lackner, Fabian Gems und Mario Maier entwickelten eine patentierte Lösung für die Herstellung einer Versandverpackung aus Zellulosedämmstoff. Aus Altpapier bzw. Altkarton gewonnene Zellulose wird dabei zu einer bio-basierten, leistungsfähigen und preisgünstigen Isolierverpackung upgecycelt. Im November 2022 zählte SUPASO bereits 90 zahlende Kunden. Künftig soll das Verfahren auch als Machine-as-a-Service-Variante gegen Lizenzgebühr verfügbar sein.
6 Mitarbeiter | www.supaso.eu

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Fotos: Beigestellt

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